EMPTY HOPES – „Better Days“ + Exclusive Interview

Bevor wir euren neuen Release unseren Leser vorstellen – welches Getränk würdet ihr empfehlen, während man eure neue Musik hört?

Da wir aus dem tiefsten Oberbayern kommen, gehen wir hier ganz klar mit Bier – vorzugsweise Schönramer.

Alternativ steht der Signature-Drink einer unserer Lieblingsbars, dem Kuckucksnest in Berchtesgaden, ganz weit oben auf der Liste: der „Wodka- Beidl“. Im Grunde ein Wodka Lemon, aber mit einem ziemlich ausgefallenen Teebeutel. Klingt fragwürdig, schmeckt aber erstaunlich gut.

Gebt uns ein Update: Neue Single, neues Album, Tourtermine, neue Videos?!

Wir waren dieses Jahr schon im Studio und haben drei neue Singles aufgenommen.
„Better Days“ war erst der Anfang von einigen neuen Single Releases in diesem Jahr

Wir haben für dieses Jahr also zum Glück noch einiges an Musik dabei.
Für nächstes Jahr haben wir bereits ordentlich Studiozeit geblockt. Geplant ist eine neue EP oder vielleicht sogar ein Full-Length-Album – mal schauen, wohin uns das Songwriting führt.
Außerdem sind wir schon mitten im Booking für 2027. Nach ein paar Babypausen wollen wir ab dem Frühjahr wieder regelmäßig auf der Bühne stehen.

Nennt uns 5 Dinge, die wir alle über euch als Band wissen sollten?!

Wir sind (fast) alle miteinander verwandt oder verschwägert.
Wir sammeln Bandtattoos wie andere Leute Payback-Punkte.
Ohne Billig-Pfeffi-Schnaps können wir offenbar keine Konzerte spielen. Langsam sollten wir wirklich zu alt für den Scheiß sein.
Wenn wir zwei Wochen nicht proben, haben wir ungefähr die Hälfte unseres Sets wieder vergessen.

Welcher Modestil oder welche Marke würde eure Musik am besten beschreiben?

Ganz klar: Vans.
Der erste Schuh, den wir uns selbst gekauft haben, und vermutlich der letzte, den man uns irgendwann ausziehen wird. Mittlerweile geht das Ganze vielleicht schon in Richtung Dad-Fit – aber für uns sind Vans längst mehr als nur eine Marke. Es ist ein Lebensgefühl.

Wir leben in einer Zeit mit vielen Verschwörungstheorien. Welche harmlose Theorie würdet ihr euch wünschen, dass sie wahr wäre?

Bei Verschwörungstheorien sind wir grundsätzlich eher skeptisch – deshalb fällt uns tatsächlich keine ein, bei der wir uns wünschen würden, dass sie wahr ist. Wir würden an der Stelle lieber keine Theorie erfinden, nur um eine Antwort zu haben.

Wenn ihr etwas an der Musikindustrie verändern könntet – was wäre es?

Wir würden dem Algorithmus weniger Macht geben und dafür mehr Raum für Underground- und Local Acts schaffen.

Wir erleben leider immer wieder, dass vor allem Bands mit einer großen Social-Media-Reichweite auf Festivals oder Touren landen. Talentierte lokale Bands, die nicht jeden Tag ihr Leben auf Instagram und TikTok dokumentieren können oder wollen, bleiben dabei schnell auf der Strecke. Social Media gehört mittlerweile natürlich zur Musik dazu. Aber wir finden, dass Reichweite nicht automatisch mit Qualität gleichgesetzt werden sollte. Manchmal braucht eine gute Band eben keine Hochglanzvideos und 50.000 Follower, sondern einfach eine Bühne.

Erzählt uns mehr über eure Songs! Welche Themen behandelt ihr? Welche Botschaft steckt dahinter

Irgendwo zwischen Melancholie und Mainstream.

Mit unserer neuen Single „Better Days“ werfen wir einen Blick hinter die perfekten Social-Media-Fassaden und auf den Druck, der dahinter entstehen kann. Der Song hält der Gesellschaft ein bisschen den Spiegel vor und stellt die Frage: „Are there some Better Days“?

Auch sonst geht es in unseren Songs um Dinge, die uns selbst beschäftigen: Mental Health, Unsicherheit, Herzschmerz, zwischenmenschliche Beziehungen und einfach das ganz normale Chaos, das man so mit sich herumschleppt.

Welche Frage würdet ihr gerne einmal beantworten, die euch in einem Interview bisher noch nie gestellt wurde?

Wenn eure Musik ein Ort wäre – wo wäre dieser?

Zuhause.

Aber nicht unbedingt im Sinne eines konkreten Ortes, sondern als Gefühl. Dieses Gefühl, das entsteht, wenn man bei den Menschen ist, die man liebt und die einem wirklich wichtig sind. Ein Ort, an dem man nichts vorspielen muss und einfach sein kann, wie man ist.

Für uns ist Zuhause deshalb weniger eine Adresse als ein Gefühl.

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