Sicherheitsstandards im Straßenverkehr: Warum qualifizierte Fahrlehrer wichtig für die Ausbildung neuer Fahrer sind

Photo by Ron Lach 

Der Straßenverkehr zählt zu den kompliziertesten alltäglichen Situationen in modernen Gesellschaften. Millionen Menschen bewegen sich Tag für Tag auf Straßen, Autobahnen und innerstädtischen Verkehrsflächen. Verschiedene Verkehrsteilnehmer kommen dort zusammen: Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und nicht zuletzt Fahrzeuge öffentlicher Verkehrsmittel, die alle untereinander koordiniert werden müssen. Sicherheit im Straßenverkehr hängt also nicht nur von der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrstechnik ab, sondern auch von der Qualität der Ausbildung, die zukünftige Fahrer erhalten. Hierbei spielen die Fahrlehrer eine entscheidende Rolle, vermitteln sie doch nicht nur die technischen Fertigkeiten zum Führen eines Fahrzeugs, sondern auch – und viel wichtiger – das nötige verantwortungsvolle Verhalten im Straßenverkehr.

Bedeutung der Fahrausbildung für die Verkehrssicherheit

Bedeutung der Fahrausbildung für die Verkehrssicherheit. Die Fahrausbildung bildet die Grundlage für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr. In den meisten europäischen Ländern erfolgt die Ausbildung durch eine Kombination von theoretischem Unterricht und praktischen Fahrstunden.

Dem theoretischen Teil ist der Unterricht über die Verkehrsregeln, Vorfahrtsregelungen und die wichtigsten Grundsätze der Sicherheit im Straßenverkehr gewidmet. Dazu gehören auch die Themen wie Gefahrenwahrnehmung, Verhalten in besonderen Situationen, wie zum Beispiel bei hoher Verkehrsdichte, sowie der Einfluss von Alkohol und Müdigkeit auf die Fahrtauglichkeit.

Der praktische Teil der Ausbildung konzentriert sich dann auf das sichere Fahren eines Fahrzeuges. Hierzu üben die Fahrschüler insbesondere das Einordnen im Verkehr, das richtige Einschätzen von Geschwindigkeiten und das Verhalten in besonderen Verkehrslagen. Die Ausbildung erfolgt dabei schrittweise. Der Fahrlehrer erklärt die Abläufe, gibt Hinweise und greift bei Fehlern ein.

Anforderungen an den Fahrlehrer

Fahrlehrer müssen nicht nur gute Fahrer sein, sie müssen auch in der Lage sein, die Verkehrsregeln verständlich zu erklären und sie müssen mit den Lernenden arbeiten können. Jeder Schüler hat seine besonderen Voraussetzungen. Manche lernen schneller, andere brauchen mehr Zeit, um den Ablauf zu verstehen. Darauf müssen die Fahrlehrer eingehen.

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist auch das Entwickeln von Risikobewusstsein. Fahrschüler sollen rechtzeitig erkennen, wo Gefahren drohen und in diesen Fällen ihr Fahrverhalten entsprechend ändern lernen.

Die Weiterbildung für Fahrlehrer

Viele Programme zur Fahrlehrer Weiterbildung befassen sich mit den neuen Lehrmethoden, mit den neuesten Vorschriften und wichtigen sicherheitsrelevanten Themen. Damit kann der Fahrlehrer seine Kenntnisse erweitern.

Indem er an Weiterbildungsveranstaltungen teilnimmt, kann er neue didaktische Wege kennen lernen, wie etwa die richtige Methode zur Schulung der Gefahrenwahrnehmung oder das Training in Stresssituationen im Straßenverkehr.

Verkehrsveränderungen

In den letzten Jahrzehnten ist der Straßenverkehr stark verändert worden. Neue Verkehrstechnik, zunehmender Verkehr und unterschiedliche Formen der Mobilität stellen neue Anforderungen an die Fahrer.
Fahrzeuge der Neuzeit sind mit vielen neuen Assistenzsystemen (z. B. Spurhalteassistenten oder automatische Notbremssysteme) ausgestattet, die das Fahrverhalten des Fahrers beeinflussen. Neuartige Probleme etwa durch Elektromobilität oder veränderte Verkehrssituationen durch zunehmenden Stadtverkehr müssen ebenfalls beherrscht werden.

Fahrlehrer müssen sich mit diesen Neuerungen auskennen und sie in ihre Ausbildung einarbeiten. Aktuelle Verkehrsvorschriften, technische Neuerungen und veränderte Verkehrssituationen müssen da selbstverständlich zum Ausbildungsalltag gehören.

Um mit den Neuerungen Schritt zu halten, ist die Weiterbildung ein wichtiger Bestandteil unseres Berufes. Gesetzliche Neuerungen, technische Neuerungen, aktuelle pädagogische Erkenntnisse fordern von uns eine ständige Aktualisierung unseres Wissens.

Pädagogische Schwierigkeiten in der Unterrichtserteilung

Die Arbeit mit Fahrschülern erfordert nicht nur Kenntnisse, sondern auch Pädagogik. Während der praktischen Fahrstunden muss der Fahrlehrer gleichsam den Verkehr beobachten, den Fahrschüler anleiten und dessen Verhalten an ihm selbst analysieren. Dabei werden viele Situationen entstehen, wo der Fahrschüler Fehler macht, die im richtigen Verkehr sofort ihre Folgen haben können, die aber, wenn er vorhin rechtzeitig gelenkt wird, vermieden werden können. Der Fahrlehrer muss lernen, solche Momente frühzeitig zu erkennen und seine Ratschläge frühe zu geben.

Daher ist Geduld und Zuversicht des Fahrlehrers ein unvermeidliches Erfordernis. Die Lernenden sollen Fehler machen dürfen, sie müssen auch begreifen lernen, dass sie Fehler gemacht haben und was das bedeutet. Aber sie sollen dabei nicht unter Druck gesetzt werden.

Ein Beitrag zur Verkehrssicherheit

Gut ausgebildete Fahrer bringen uns dauernd Verkehrssicherheit. Wer in der Ausbildung geübt wird, Risiken richtig einzuschätzen und defensiv zu fahren, der wird auch später noch sehr gute Fahrsicherheit besitzen. Damit leistet der Fahrlehrer einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Er beeinflusst mit seiner Arbeit, wie der neue Fahrer den Verkehr sieht und wie rücksichtsvoll er sich benimmt. Durch gründliche Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung, durch sein eigenes pädagogisches Bemühen hilft er, den guten Verkehrsteilnehmer in Ausbildung zu bringen und das Risiko im Verkehr zu vermindern.