
Gesünder leben, bewusster mit dem eigenen Körper umgehen und mentale Balance finden – diese Ziele stehen für viele Menschen auch 2026 ganz oben auf der persönlichen Prioritätenliste. Bewegung spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie gilt als Schlüssel für Stressabbau, ein gesundes Körpergefühl und zur Prävention vielerlei Beschwerden. Doch welche Fitness- und Trainingsansätze gewinnen dabei messbar an Bedeutung und werden uns das kommende Jahr begleiten?
Um das herauszufinden, hat Fit Reisen, der führende Reiseveranstalter für Wellness- und Gesundheitsreisen, eine umfassende Analyse durchgeführt und die 100 größten Gesundheitstrends für 2026 ermittelt – 22 davon fallen in den Bereich Sport und Fitness. Grundlage der Auswertung ist die Entwicklung der Google-Suchvolumina über die vergangenen drei Jahre.
Die vollständige Auswertung mit allen untersuchten Trend-Begriffen finden Interessierte hier. Die ersten fünf stellen wir nachfolgend vor.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
- Ein klarer Ausreißer an der Spitze: Die Nachfrage nach Tai Chi Walking explodiert mit einem Wachstum von +26.950 Prozent und dominiert die Rangliste mit großem Abstand.
- Pilates trendet doppelt: Mit Reformer Pilates auf Platz 2 und Pilates Fusion auf Platz 4 schaffen es gleich zwei Varianten der beliebten Trainingsmethode in die Top fünf.
- Fitnesstrends setzen auf ganzheitliche Stärke: Trainingsformen wie Tai Chi Walking, Pilates und Hybrid Training kombinieren gezielt Kraft, Ausdauer, Stabilität und Körperbewusstsein und scheinen damit den Nerv der Zeit zu treffen.

Die Top 5 Fitnesstrends für 2026
Platz 1: Tai Chi Walking
2025 erlebte das Gehen einen regelrechten Boom in den sozialen Medien. Als niedrigschwellige, alltagstaugliche Bewegungsform gingen gleich mehrere Walking-Trends viral, darunter auch das Tai Chi Walking, das mit einem durchschnittlichen Wachstum von +26.950 Prozent mit großem Abstand den ersten Platz im Ranking belegt. Die achtsame Bewegungsform kombiniert Elemente der traditionellen chinesischen Kampf- und Bewegungskunst Tai Chi mit langsamem Gehen, wobei jeder Schritt ganz bewusst und einer bestimmten Technik folgend gesetzt wird. Anders als beim klassischen Spazierengehen geht es dabei nicht um Tempo oder zurückgelegte Distanz, stattdessen wird sich häufig sogar auf der Stelle bewegt. Die fokussierte, rhythmische Bewegung wirkt beruhigend auf das Nervensystem, kann Stress reduzieren, das Körperbewusstsein stärken sowie Balance und Koordination fördern.

Platz 2: Reformer Pilates
Ursprünglich wurde Reformer Pilates bereits in den 1920er-Jahren vom Deutschen Joseph Hubertus Pilates entwickelt und lange Zeit vorwiegend von ProfisportlerInnen genutzt. Durch internationale Superstars wie Miley Cyrus oder Cristiano Ronaldo sowie InfluencerInnen, die ihren „Pilates Glow“ in den sozialen Medien inszenieren, hat sich die Trainingsform inzwischen jedoch zur absoluten Trendsportart entwickelt. Anders als beim klassischen Pilates auf der Matte wird hier mit dem sogenannten Reformer trainiert. Die instabile Unterlage fördert präzise Bewegungen, gleicht muskuläre Dysbalancen aus und stärkt die Tiefenmuskulatur. Gleichzeitig stehen Achtsamkeit und Körperkontrolle im Fokus. Mit einem Wachstum von +195,71 Prozent belegt Reformer Pilates den zweiten Platz.
Platz 3: Hybrid Training
Hybrid Training vereint das Beste aus zwei Welten: Der Trainingsansatz kombiniert gezielt Kraft- und Ausdauertraining und spricht damit all jene an, die sowohl Muskelaufbau als auch Kondition, Beweglichkeit und allgemeine Fitness verbessern möchten. Statt sich ausschließlich auf eine Disziplin zu konzentrieren, setzt Hybrid Training darauf, innerhalb einer Sporteinheit mehrere motorische Fähigkeiten anzusprechen. Der Vorteil: Das vielseitige Training gilt als effizient, alltagstauglich und abwechslungsreich. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 126,77 Prozent landet die Trainingsmethode auf dem dritten Platz.

Platz 4: Pilates Fusion
Mit einem Wachstum von +111,11 Prozent schafft es eine weitere Pilates-Variante unter die Top fünf. Pilates Fusion kombiniert das klassische Pilates-Training auf der Matte mit Elementen aus Yoga, HIIT, Barre und Krafttraining zu einem abwechslungsreichen Workout, das den Körper immer wieder auf neue Weise fordert. Im Zentrum steht wie beim traditionellen Pilates die Kräftigung der Rumpfmuskulatur – wichtig für eine aufrechte Haltung und einen gesunden Rücken. Zusätzlich bringen die Cardio-Intervalle den Kreislauf auf Touren und aktivieren die Fettverbrennung, während sanfte Dehnungen und fließende Übergänge helfen, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern.

Platz 5: Padel
Entstanden im Jahr 1965 im mexikanischen Acapulco, ist Padel in Spanien und weiten Teilen Südamerikas längst etabliert. Über die letzten Jahre erlebt die Sportart auch bei uns ihren Durchbruch: Mit einem Wachstum von +102,94 Prozent landet Padel auf dem fünften Platz. Die Trendsportart ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Das Spiel findet in einem Käfig aus Glas und Drahtgitterelementen statt, wobei die Wände mit einbezogen werden. Im Vergleich zu Tennis erfordert Padel jedoch weniger Kraft und technische Fähigkeiten und hat einfache Spielregeln, sodass es als besonders einstiegsfreundlich gilt. Weniger anstrengend wird es dadurch aber nicht: Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer und Teamgeist sind beim Padel besonders gefordert.
Weitere Platzierungen
Hinter den Top 5 reiht sich Pickleball mit einem Wachstum von +52,54 Prozent in die Fitnesstrends 2026 ein, das als zugängliche Trendsportart Elemente aus Tennis und Tischtennis verbindet. Ebenfalls zunehmend gefragt sind Fitness Wearables (+42,21 Prozent), die den Trainingsfortschritt per Tracking messbar machen. Mit dem Barre Workout (+37,23 Prozent) etabliert sich zudem ein ballettinspiriertes Training an der Stange, das Kraft, Haltung und Körperkontrolle kombiniert. Auf den Plätzen neun und zehn folgen Calisthenics mit einem Wachstum von +35,69 Prozent und Mobility Flow (+25,00 Prozent).


