Die größten Ernährungstrends 2026: Diese Ansätze gewinnen im neuen Jahr am stärksten an Bedeutung

Gesünder leben, bewusster mit dem eigenen Körper umgehen und mentale Balance finden – diese Ziele stehen für viele Menschen auch 2026 ganz oben auf der persönlichen Prioritätenliste. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Ernährung. Ob zur Unterstützung der Verdauung, für mehr Energie im Alltag oder zur Prävention von gesundheitlichen Beschwerden – was auf unserem Teller landet, wird zunehmend als elementarer Einflussfaktor auf Gesundheit und Wohlbefinden verstanden. Doch welche Ansätze und Methoden gewinnen dabei messbar an Bedeutung und werden uns das kommende Jahr begleiten?

Um das herauszufinden, hat Fit Reisen, der führende Reiseveranstalter für Wellness- und Gesundheitsreisen, eine umfassende Analyse durchgeführt und die 100 größten Gesundheitstrends für 2026 ermittelt – 28 davon fallen in den Bereich Ernährung. Grundlage der Auswertung ist die Entwicklung der Google-Suchvolumina über die vergangenen drei Jahre.

Die vollständige Auswertung mit allen untersuchten Trend-Begriffen finden Interessierte hier. Die ersten fünf stellen wir nachfolgend vor.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Fokus auf Verträglichkeit: Mit einem Wachstum von +2.316,67 Prozent führt fermentiertes Protein die Rangliste mit deutlichem Abstand an und zeigt, dass Verträglichkeit für viele Menschen wichtiger wird als reine Nährwertoptimierung.
  • Darmgesundheit gewinnt an Relevanz: Neben fermentiertem Protein sind auch die FODMAP-arme Diät (+135,71 Prozent; Platz 3) und die Darmkur (+41,36 Prozent; Platz 10) gefragt, die gezielt auf bessere Verträglichkeit und eine stabile Darmflora setzen.
  • Essen als Medizin: Statt lediglich „ausgewogen“ zu sein, wird Ernährung zunehmend als Instrument eingesetzt, um gezielt Beschwerden zu lindern oder Krankheiten vorzubeugen.

Die Top 5 Ernährungstrends für 2026

Platz 1: Fermentiertes Protein

Vor allem unter SportlerInnen erfahren Proteine in den letzten Jahren einen echten Hype, denn sie gelten als unverzichtbarer Baustein für Muskelaufbau, Zellregeneration und ein starkes Immunsystem. An die Spitze der Ernährungstrends 2026, mit einem durchschnittlichen Wachstum von +2.316,67 Prozent, setzt sich jedoch eine besondere Form: fermentiertes Protein. Bei der Fermentation „verdauen“ bestimmte Organismen das Lebensmittel quasi vor. Was unappetitlich klingt, ist ein echtes Plus: Die Proteine sollen so für den menschlichen Körper leichter aufzunehmen sein und wertvolle Probiotika liefern, die die Darmflora unterstützen und die Verträglichkeit verbessern.

Platz 2: Lithium-Ernährung

Nervennahrung im wahrsten Sinne des Wortes: Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass eine lithiumhaltige Ernährung eine schützende Wirkung auf das Nervensystem haben und sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken könnte. Lithium kommt in geringen Mengen ganz natürlich in vielen Lebensmitteln vor – insbesondere in Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten, einigen Gewürzen, in tierischen Produkten sowie auch in unserem Trinkwasser. Während weitere wissenschaftliche Untersuchungen noch ausstehen, etwa um konkrete Ernährungsempfehlungen ableiten zu können, ist der Trend bereits bei uns angekommen: Mit einem Wachstum von +136,13 Prozent schafft es die Lithium-Ernährung auf den zweiten Platz.

Platz 3: FODMAP-arme Diät

Mit einem Wachstum von +135,71 Prozent belegt die FODMAP-arme Diät den dritten Platz im Ranking. Der ernährungstherapeutische Ansatz zielt darauf ab, bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate – sogenannte FODMAPs – zu reduzieren, die im Darm schwer verdaulich sind und insbesondere bei Menschen mit Reizdarm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder ein unangenehmes Völlegefühl auslösen können. Werden entsprechende Lebensmittel zeitweise gemieden, kann sich der empfindliche Verdauungstrakt beruhigen und die Symptome können nachlassen. Wichtig dabei: Die FODMAP-arme Ernährung gilt als komplex und sollte idealerweise unter ärztlicher oder ernährungstherapeutischer Begleitung erfolgen.

Platz 4: MIND-Diät

Hinter der MIND-Diät steckt die simple Faustformel: Was gut für das Herz ist, nützt dem Gehirn ebenso. Der Ernährungsansatz kombiniert Elemente der mediterranen Ernährung mit der DASH-Diät, die bisher vorwiegend bei Bluthochdruck empfohlen wurden, und legt den Fokus gezielt auf die Unterstützung der Gehirngesundheit zur Vorbeugung von Alzheimer-Demenz. Die Diät setzt vor allem auf pflanzliche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Beeren, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie gesunde Fette, während der Verzehr von rotem Fleisch und stark verarbeiteten Lebensmitteln reduziert wird. Angesichts einer alternden Gesellschaft und wachsender Aufmerksamkeit für mentale Fitness gewinnt das Konzept zunehmend an Relevanz, was sich in einem Wachstum von +106,25 Prozent niederschlägt.

Platz 5: Anti Entzündliche Ernährung

Arthrose, Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen – die Liste an gesundheitlichen Beschwerden, bei denen Entzündungsprozesse eine Rolle spielen, ist lang. Entsprechend wächst das Interesse an einer Ernährung, die darauf abzielt, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Im Fokus stehen dabei vorrangig frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Beeren, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen sowie omega-3-reiche Nahrungsmittel wie fetter Fisch oder hochwertige Pflanzenöle. Mit einem Wachstum von +86,59 Prozent belegt die anti-entzündliche Ernährung den fünften Platz unter den Ernährungstrends 2026.

Weitere Platzierungen

Hinter den Top 5 reiht sich die zyklusorientierte Ernährung in die Ernährungstrends 2026 ein, mit einem Wachstum von +58,57 Prozent. Ebenfalls zunehmend gefragt ist die Nordic Diet (+55,46 Prozent), die sich an der skandinavischen Küche orientiert und mit Fisch, Beeren und Vollkornprodukten auf natürliche, ausgewogene Lebensmittel setzt. Mit dem ADF-Fasten (+49,44 Prozent) etabliert sich zudem eine spezielle Form des Intervallfastens, bei der sich Fasten- und Esstage abwechseln. Auf den Plätzen neun und zehn folgen das Scheinfasten (+45,45 Prozent) sowie die Darmkur (+41,36 Prozent).