Kronkel Dom – London Gangs

Steig ein, Kronkel Dom will dir was zeigen! Eine Welt im Verborgenen, mitten in Europa. Eine Welt, die überall anders, aber immer ähnlich aussieht, ähnliche Codes, ähnlich Rituale, egal ob Berlin – Lichtenberg, De Biljmer in Amsterdam oder Hackney und Bow in London. Die Welt der An-der-Ecke-Steher, der Trainingsanzüge, der Rude Boys. Und durch die Handyspeaker und Bluetooth-Boxen, durch die Kopfhörer, die nur in einem Ohr stecken, dröhnt eine neue Hymne: Kronkel Dom mit „London Gangs“.

Auf seiner neuesten Single zelebriert der 26-Jährige das Leben und den Hustle in den Großsiedlungen dieser Welt, den Biss, den man entwickelt, wenn man ohne goldenen Löffel im Mund geboren wird, „jeder will ’ne Mille hier im Wohnkomplex“, und natürlich ist der Duft von Saint Laurent-Parfum auf der Halsschlagader angenehmer als der Weed- und Pissgeruch, der durch die endlosen Gänge der Blocks wabert.

Und trotz mieser Perspektiven lässt sich Kronkel den Spaß an der Freude nicht nehmen, denn „London Gangs“ klingt zwar grimey, aber eben auch nach Party, Aufdrehen und Durchdrehen, der Song, den du hörst, wenn du entweder zum ersten mal einen dicken Batzen Kohle in der Jogginghose hast oder zumindest heute nicht mehr drüber nachdenken willst, Drink ins Glas, Gras ins Paper und ab geht’s!

Produziert wurde „London Gangs“ vom niederländischen Dance-Producer Kav Verhouzer, der gerade in den Niederlanden für seine TechRap-Produktionen gefeiert wird, Kronkel Dom gelingt es, mit seiner Affinität für elektroide Beats und technischer Brillianz auf diesem Track zu absoluter Höchstform aufzulaufen. Und so zementiert der Dortmunder mit polnischen Wurzeln seinen Hype und nimmt Straßenrap an Orte, an denen er vorher noch nie war, in die verschwitzten Clubs, auf überfüllte Tanzflächen und es funktioniert: Der ganze Rave, der ganze Block, die ganze Welt pumpt „London Gangs“