#Music News: byebye – Johannes Falk

Die neue Video-Single „Komm schon“ ist ein Apell an die Fans, ein wütender Hilfeschrei an die eigene Generation und ein Mutmacher für alle, die den ersten Schritt in die richtige Richtung gehen wollen, bevor es zu spät ist.

„Wieso ist jeder ein Held, wieso sind alle bedacht darauf, was einem anderen missfällt –
ich steh im Rampenlicht – gibt’s nichts Größeres, was zählt?“ hinterfragt Sänger Oliver Haas von der Leipziger Band byebye in der Video-Single „Komm schon“ sein eigenes Selbstdarstellertum.

Das Deutschpop-Duo liebt das Understatement – und das Publikum liebt ihre Selbstironie.
Oft genug treffen sie damit den Nagel auf den Kopf, schreiben von den Träumen und Ängsten ihrer Generation und widmen sich mit dem neuen Video einer Thematik, die Viele im Moment beschäftigt: Verpackungsmüll und Abfall – die Hinterlassenschaften einer globalisierten und entwickelten Welt, für die das allgemeine Bewusstsein endet, sobald sie in der Tonne landen.

Wer anfängt, sich damit zu beschäftigen, was er wirklich braucht, kommt nicht umhin zu bemerken, wie viel Verpackungsmüll täglich so zusammenkommt – und den beiden Sängern wurde klar: die Vermüllung der Welt mit allen Konsequenzen ist eine der zentralen Probleme unserer Zeit – Der Entschluss war gefasst: byebye dreht ein Video im Müll.

Im Frühjahr 2018 rief die Band über ihre facebook-Seite die Leipziger Fanhaushalte dazu auf, Müll und Abfall für eine Videokulisse zu sammeln. 30 Leipziger Haushalte machten mit, byebye holten die Stadtreinigung Leipzig und einen Secondhand-Kleiderladen für die Kostüme mit ins Boot.

„Komm schon“ versucht, das Ohnmachtsgefühl einer Generation zwischen gedankenlosem Konsum und Verantwortung für die eigene Zukunft auf den Punkt zu bringen und ruft dazu auf, sich in Bewegung zu setzen anstatt sich in den eigenen Mikrokosmos zu flüchten.

Die Leipziger Jungs wissen, wovon sie reden. Sie haben ihr Publikum in ihren vier Wänden
kennengelernt. Und sie wissen nicht nur, wie die Deutschen wohnen: bei deutschlandweit über 200 Exklusivkonzerten in privaten Wohnungen und Einfamilienhäusern haben sich byebye einen Eindruck verschafft, was die Menschen bewegt, die nun vielerorts zu ihren Clubkonzerten pilgern.

Mit der Nähe zum Publikum als Bedingung bahnten sie sich mit Machs-Selbst-Mentalität den Weg durch den Dschungel des Musikbusiness Deutschland, gründeten das eigene Label Kopf an, Tür auf und veröffentlichen, managen und vermarkten sich seit jeher selbst. Und das erfolgreich.

Neben zahlreichen Publikums- und Jurypreisen machte sich das Duo als Gewinner beinahe aller deutschen Musik-Slam-Contests einen Namen der Kult-Battle- und Poetryslam-Szene.
Das aktuelle Album „Eine dir unbekannte Band“ wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert und in Presse und Radio für die deutschen Texte gelobt.

„Wir sind in Individualität uniformiert, nur mit geringstem Aufwand informiert, überall wird jedem suggeriert, dass glücklich wird, wer konsumiert. Aber wenn man mal ehrlich ist, was man im Zweifelsfall vermisst, ist das meist alles andere als nur gesammelter Besitz.“

byebye wollen mit ihren Songs mehr schaffen, als nur ein Produkt – mehr als eine CD, eine MP3 oder einen Stream im Netz. Die Musik soll hängen bleiben und etwas mitreißen. Dafür standen sie seit 2012 über 700 Mal auf der Bühne und reisen durch die Republik – frei nach dem Motto: „Unterwegs ist das neue Zuhause“ – oder eben „Komm schon, schau her! Sieh dir die Welt mal an und komm näher!“

Ein zu unorthodoxer Siegesjubel, ein Foto mit dem falschen Präsidenten,  ein Fehler im Photoshop beim letzten Selfie und schon sind sie wieder unterwegs….die Mückofanten!!

Mückofanten = Leute, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen!

Zeit, mal den Rüssel umzudrehen und das Leben wieder entspannter angehen zu lassen findet Johannes Falk in seinem aktuellen Sommerhit „Elefanten“, der so herrlich unaufgeregt und locker daher kommt, dass man die Leichtigkeit gleich von der ersten Zeile an spürt.

Lass uns aus Elefanten wieder Mücken machen! Lass uns aus großen Sachen die Luft raus lassen!“….. klingt fast eine Mini-Anleitung für ein entspanntes Leben  in  den sogenannten sozialen Netzwerken wie auch im richtigen Leben.

Man möchte den Song und das Video allen selbsternannten Dauernörglern und Besserwissern vorspielen und sich vielleicht  das eine oder andere Mal auch selber den Mückofanten-Spiegel vors Gesicht halten.